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Lösungen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Lösungen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Welche Lösungen gibt es nun also für die Absicherung der Berufsunfähigkeit?

Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, dies als monatliche Rente abzusichern. Das kann in Kombination mit der kapitalbildenden Lebensversicherung geschehen, in Kombination mit einer Risikolebensversicherung (leistet nur bei Todesfall), oder als reine BU.Die ersten beiden Arten gibt es schon länger, während die reine BU erst seit einigen Jahren angeboten wird, und von einer eher noch kleineren Anzahl an Lebensversicherern.

Die reine BU ist dann eine reine Risikoabsicherung - nur im Leistungsfall gibt es eine Rente.

Was sinnvoll ist, hängt von der Lebenslage, Familiensituation, vorhandenen Absicherungen bzw. Vermögenswerten ab.

Die meisten Versicherer bieten die Möglichkeit, diese Rente bis Alter 60 abzusichern. Viele bieten dies auch bis Alter 65 an. Ganz Wenige sogar bis 67, dem künftigen Rentenalter. Wenn die Versicherungszeit endet, läuft auch die Rentenzahlung aus.Obwohl es wünschenswert ist, die Erwerbsunfähigkeitsrente bis zum üblichen Rentenalter zu erhalten, mag der Bedarf in höheren Jahren nicht mehr ganz so hoch sein, wenn die Berufsunfähigkeit erst in späten Jahren eintritt. Dann konnte man ja ggf. schon gewisse Rückstellungen bilden. Passiert das schon in jungen Jahren, ist das allerdings prekär.Je länger die Laufzeit ist, umso höher ist dadurch auch der Beitrag.

Wahl der Versicherer / Berufsunfähigkeitsversicherung

Wahl der Versicherer

Besonders in der reinen BU ist es zweckmäßig, Versicherer zu wählen, der reichlich Erfahrung mit dieser Sparte der Lebensversicherung haben. Hier wird vernünftig kalkuliert, und die Erfahrung zeigt sich auch in der Gestaltung der Tarife und der Bedingungen. Anforderungen an den Kunden (Nachweise etc.) halten sich in vertretbarem Rahmen.

Nicht so erfahrene Versicherer lasten evt. übervorsichtig zusätzliche Pflichten auf.

Wegen der Gewinnbeteiligung macht es auch Sinn, wirtschaftlich arbeitende Versicherer zu wählen. Die internen Kosten, wie Verwaltungs- und Abschlusskosten, sollten eher gering sein.

Wirtschaftliche Beurteilungen von unabhängiger Seite sind hier sehr nützlich. Z.B. von Rating-Agenturen wie Franke und Bornberg, Fitch etc.

-Bei den Leistungen laut Versicherungsbedingungen sind einige Punkte sehr wichtig, andere sind gut zu haben, oder können im Einzelfall doch mal von größerer Bedeutung sein.

Zu den eher wichtigen Punkten gehören:

- Verzicht auf die abstrakte Verweisung. ( D.h., der Versicherer verzichtet darauf, einen auf einen andere Tätigkeit zu verweisen, die man ausführen könnte. In diesem Fall würde man keine Berufsunfähigkeitsrente erhalten. Verzichtet der Versicherer daraus, erhält man die Rente, sobald man den eigenen Beruf nicht mehr ausüben kann.

- Angemessene Erhöhungsgarantien der Leistung, genant Nachversicherungsgarantie: Gegen Mehrbeitrag, aber ohne Risikoprüfung, kann bei bestimmten Anlässen die Rente erhöht werden (z.B. bei Heirat, bei Geburt eines Kindes, bei Verselbständigung, bei Erwerb einer Immobilie).

- Rückwirkende Leistung z.B. für die ersten 6 Monate (wenn sich erst später zeigt, dass die BU langfristig besteht, leistet der Versicherer dann auch für diese ersten Monate nach).

- Rückwirkende Leistung bei verspäteter Anzeige: Wenn der Kunde verspätet, z.B innerhalb von 3 Jahren, seine Berufsunfähigkeit nachmeldet, leistet der Versicherer rückwirkend.

- Weltweiter Versicherungsschutz, z.B. bei Wegzug ins Ausland, ist auch recht nützlich.- Die BU-Rente wird gewöhnlich ab einer Berufsunfähigkeit von 50 % gezahlt. Unter Umständen gibt es in Abstufungen auch früher schon Leistungen, was dann auch interessant ist.- Es kann sonstige interessante Mehrleistungen geben, z.B. doppelte Rente in den ersten Jahren, oder in Abhängigkeit von bestimmten Diagnosen.Auch auf dem Gebiet der Versicherungsbedingungen und der Kompetenz des Versicherers gibt es hilfreiche Ratings, die man bei der Beurteilung heranziehen kann. Ein kundiger Berater wird das tun.

Sonderpunkt für Beamte

Einige sehr wenige Versicherer haben eine DU-Klausel (Dienstunfähigkeit). D.h., wenn nach den Regelungen der DU für Beamte die Dienstunfähigkeit vorliegt, wird das mit der Berufsunfähigkeit gleichgesetzt. Da DU deutlich leichter erreicht werden kann, ist das ein sehr wichtiger Punkt.

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